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Herzlich Willkommen! Festival 2026:30.06. bis 12.07. und15.09. bis 31.10.

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02.07. Weißandt-Gölzau

Zum ersten Male mit dabei sein wird in diesem Jahr das Dorf Weißandt-Gölzau, welch interessanter Name. Allerdings an diesem Tage keine Rühlmann Orgel!


Geschichtliches zur KircheKirche Weißandt-Gölzau:
Die Kirche Weißandt-Gölzau trägt den Namen „Stankt Germanus“.
Im 12. Jahrhundert fand in unserer Gegend die Christianisierung statt. Weltliche Fürsten und die geistlichen Vertreter wirkten dabei eng mit einander zusammen. Der Name der Kirche in Weißandt-Gölzau „Sankt Germanus“ lässt den Rückschluss auf die Mission durch französische Kirchen und Bistümer zu. Der romanische untere Teil des Turmes dieser Kirche stammt aus dem 11. oder 12. Jahrhundert. Der Name der Kirche weist auf den Heiligen Germanus hin, der als Namenspatron für Kirchen nur bis ins 12. Jahrhundert gebräuchlich war.
Das Kirchenschiff wurde 1496 ohne Mauerverzahnung an den romanischen Turm angebaut und 100 Jahre später mit einer halbrunden Apsis ergänzt. Den Altarraum zieren ein gotischer Altarstein (zwischen1870 – 1878 errichtet) mit vier Aposteln und ein barockes Epitaph des Siegfried von Plotho.

Sehenswertes: Das hölzerne Epitaph
Das Bildnis des Freiherren Gebhard Siegfried zu Plotho
                        Ein früherer Einwohner machte sich im 17. Jahrhun-dert daran Europa zu erleben. Gebhard Siegfried von Plotho wurde 1632 in Parey geboren. Die Familie Plotho war über Jahrhunderte Pächter des Ritter-gutes in Großweißandt. Nach seinem Studium in Halle/Saale und Straßburg begab sich Siegfried 1654 in französische Kriegsdienste. Später durch-reiste er Frankreich. Er war Augenzeuge bei der Krönung Karl II, von England, kehrte 1663 nach Deutschland zurück und ging an den kaiserlichen Hof zu Wien. 1666 wurde er zum Oberstleutnant befördert und reiste wieder: Italien, Spanien, Portugal. An verschiedenen Orten schlug man ihm an-

Zur Orgel:
Die barocke Vorgängerorgel stiftete im Jahr 1695 Gräfin Sophie zu Behringen, Tochter des Fürsten Georg Aribert zu Anhalt, verheiratet im Jahr 1682 mit Gebhard Siegfried von Plotho, der Kirche Weißandt-Gölzau eine Orgel. Sie verstarb am 23. Mai 1695 – hat also die Fertigstellung der Orgel nicht mehr erlebt.

1839 wurde die Orgel vom Orgelbauer Georg Kühne aus Bernburg in eine frühromantische Orgel umgebaut. Allerdings schien dieser Klangstil der hiesigen Gemeinde kein Gefallen zu finden, so das sie 1857 vom Orgelbauer Hoff aus Dessau wieder in eine Barockorgel transformiert wurde.

Mit der großen Renovierung der Kirche 1872/1873, wobei das Tonnengewölbe im Kirchenschiff errichtet wurde, musste schließlich auch die Orgel 1974 vergrößert werden. Dies geschah durch den Einbau neuer Klangfarben vom Orgelbauer Pfanneberg aus Köthen. Außerdem erhielt die Orgel ein neues Prospekt im gotischen Stil mit Wimpergen und Kreuzblumen.

2007/08 wurde die Orgel durch den Orgelbauer Zimmermann aus Halle vollständig restauriert.
-        13 Register
-        mechanisch
-        Pedal C – c`
-        Manuale 2 C – d```


Konzertbeginn: 19.30

Solisten:
Cristel de Meulder
Matthias Müller
Internationales Rühlmannorgel
Festival + Rühlmannarchiv
Kantor Matthias Müller
organista1   ( at ) web.de
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